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The Forbidden Fruit of Purity


Stormbringer.at

Eine schmucke Split, welche mir da ins Haus geflattert ist. Die oberösterreichischen ALASTOR und die Okkult-Blackies von TUNDRA aus Italien geben sich via Slava Satan Records die Ehre. Wobei eine Ehre dieses Material zu hören lediglich bei den fünf wirklich erstklassigen Songs von ALASTOR gegeben war, das indifferente und noch dazu mit einer wirklich kaum hörbaren Produktion versehene Geschrammel von TUNDRA war dagegen mehr Pein als Wohltat, aber der Reihe nach:

ALASTOR, die auch schon wieder seit 16 Jahren im Underground herumdümpeln, mit „Silva Nordica“ (2006) und „Noble North“ (2007) zwei Full Length Veröffentlichungen vorweisen können, geben endlich wieder mal ein Lebenszeichen von sich. Fünf Songs steuerte man auf dieser Split bei und schon der Einstieg „The Song of the Old Mountains (The Departure)“ ist Faszination pur. Ich kenne keine andere österreichische Band die nordischer klingt als ALASTOR. Waldschraten-Feeling und knackende Baumkronen inklusive! Viel nordischer Folk wird hier verarbeitet, majestätische Chöre und die betörende Stimme des Herren I.F.S.. Doch ALASTOR können auch garstig sein, kratzen, zwicken und beißen, aber immer kontrolliert, klingt dann des Öfteren wie eine echt gute Kreuzung zwischen epischen BATHORY und dahin-rasenden IMMORTAL – nordisch halt könnte man lapidar meinen, aber damit würde man die Klasse aller fünf ALASTOR Kompositionen auf „The Forbidden Fruit of Purity“ nicht einmal annähernd definieren.

„Ravenclaw“ glänzt mit einer wirklich packenden Hookline (auch wenn das für machen völlig untrve klingen mag…) und das Herzstück ist sicherlich „Serpent Times“, welches nicht nur epische Ausmaße erreicht, sondern ob seiner düsteren Grundstimmung und dem konsequenten Festhalten am Mid-Tempo zu überzeugen weiß. Da auch „Erit Sepulcrum Eius Gloriosum“ und „Tunguska Eden (The Truth of Faith)“ zu Gefallen wissen, darf man ALASTOR – auch ohne Rot-Weiß-Rote Patrioten-Brille - mit einer überzeugenden 4/5 belohnen.

Über TUNDRA, die übrigens Split-Release Kings sein dürften (ganze sechs finden sich in der Diskografie der Italiener wieder), kann man gar nicht so viele Worte verlieren, zu blechern ist der Sound, zu belanglos die teils heruntergeprügelten Tracks und es wird schon triftige Gründe gehabt haben, warum TUNDRA auf „The Forbidden Fruit of Purity“ schlussendlich weit weniger Spielzeit eingeräumt bekamen als ALASTOR. (2/5)

Wertung: ohne Bewertung
Autor: reini (01. Dezember 2012)

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